Gilberto Penzo

Als Friedrich zum ersten Mal seinen Laden in San Polo aufsuchte, vor nunmehr vier Jahren, um ihn zu fragen, wie man am besten an ein vaporetto kommen könne, nahm Penzo ihn nicht besonders ernst – was man ihm nicht verdenken kann, sieht er sich doch beständig mit den dümmsten nur vorstellbaren Fragen konfrontiert, etwa, ob es sich bei den gläsernen Fischerkugeln in seinem Schaufenster um altertümliche Fender handele – was er bejaht, und auch die Frage, wann Venedig denn schließe, wird ihm regelmäßig gestellt – was ihn empört, wie ganz allgemein das Benehmen der Touristen und der Verfall der Sitten und der Niedergang des Benehmens. Er konnte oder wollte Friedrich also nicht weiterhelfen, verkaufte ihm jedoch immerhin einen Plansatz der Serie 80, von der zwischen 1974 und 1988 37 Exemplare gebaut wurden. Eines davon hätten wir damals gerne gehabt.

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