MARIETTO

Marietto beklagt sich, daß kein Bild von ihm auf unserer Website zu finden sei, und mit Recht: Keiner, Davide ausgenommen (der sich in gelegentlichen Anfällen lautstark und wortreich über Marietto ausläßt, auch regelrecht ausfällig wird, sich jedoch immer alsbald wieder beruhigt), ist so lange tätig mit von der Partie gewesen wie er. Subtilitäten scheinen seine Sache nicht zu sein – sein Metier ist eher das Gröbere. Dabei ist er ausgesprochen hilfsbereit. „MARIETTO“ weiterlesen

DOTTO, BRONTOLO, PISOLO & CIE.

Nach vier Tagen anstrengender Arbeit in einem Raum von nicht mehr als anderthalb Metern Höhe, sprich also im Rumpf unter dem Vorderdeck, hat die Vorstellung eines Lebens als Zwerg durchaus ihre attraktiven Seiten. [Eine Buchempfehlung: Urs Widmer, Ein Leben als Zwerg, Zürich 2006 — ein elaboriertes Werk über die Perspektive, in dessen Schlußsatz der erzählende Betrachter das Verschwinden einer Figur am Horizont aus deren auf ihn selbst gerichtetem Blick beschreibt.] Wäre man gerade einmal, sagen wir, sechseinhalb Spannen hoch, dann ginge einem die Arbeit hier unten leicht, flüssig und angenehm von der Hand und nicht als eine solche exponentiell sich steigernde Quälerei von der Art, wie man sich etwa die Arbeit in einem mittelalterlichen Bergwerk vorstellt. „DOTTO, BRONTOLO, PISOLO & CIE.“ weiterlesen

45°27’39’’N/12°15’40’’O – ALLES EINE FRAGE DER PERSPEKTIVE

Nimmt man von Mestre, sofern man sich nicht ganz gezielt der kalten Dusche banaler Wirklichkeiten aussetzen will – oder sofern man nicht dort Quartier zu nehmen gezwungen ist, weil das Budget für Venedig nicht langt – nur das Gewirr der Hochstraßen und dubiosen Parkplätze wahr, wo einem vor der Feerie Venedigs noch einmal so recht das Bild der Wirklichkeit der Welt vor Augen geführt wird, so wird man von Marghera kaum je auch nur gehört haben. „45°27’39’’N/12°15’40’’O – ALLES EINE FRAGE DER PERSPEKTIVE“ weiterlesen