Aus dem Land der Skipetaren

Grüße von Kap Radoni
Eine rhetorische Konstruktion in Cattaro
Was uns in Kotor am meisten entzückte – vielleicht, weil es so unerwartet kam –, war eine barocke Altarkomposition, korrekt gesprochen ein zum Lettner erweitertes Altarretabel in der kleinen Klarissinnenkirche, als halbhohe Schranke mit zwei Türen leicht chorwärts geschwungen in den einfachen rechteckigen Raum gestellt, Werk des venezianischen Bildhauers Francesco Cabianca (1665-1737), der wegen der schlechten Auftragslage in der schwächelnden serenissima, wohl aber auch, weil ihm sein Arzt zur Heilung eines venerischen Übels zu einer Seereise geraten hatte, mit seiner Familie nach Dalmatien übersiedelte und zwischen 1704 und 1708 in Kotor bezeugt ist.
Lear, Limerick (Bar)
Die INO grüßt den Kapetan M.!
Die älteste bisher gefundene Photographie der INO, ehemals Vaporetto 20 –
Idyllisches und weniger Idyllisches aus Montenegro
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Kioske 13 – Kotor
Klabund, Die unendliche Woge
Vom Reisen im Zeitalter des selfie
Warum reisen? — Wenn jeglicher Unmittelbarkeit eine medialisierte Erfahrung, jeglichem spontanen Erleben ein medialisiertes voranging, wenn also jedes Unmittelbare zum déja-vu geworden ist und an eine Medienkonserve erinnert – wozu dann noch reisen? Man reist, so will es die Tradition, aus Neugierde, um fremde Länder und Menschen aufzusuchen, oder man tut es, um etwas zu entdecken, etwas herauszufinden oder etwas zu lernen. (Selbstverständlich reist man auch in Geschäften, was uns hier aber nicht interessiert, genausowenig wie diejenigen, die reisen, um sich einen Mordsrausch samt zugehörigem Sonnenbrand einzufangen.)













