DOTTO, BRONTOLO, PISOLO & CIE.

Nach vier Tagen anstrengender Arbeit in einem Raum von nicht mehr als anderthalb Metern Höhe, sprich also im Rumpf unter dem Vorderdeck, hat die Vorstellung eines Lebens als Zwerg durchaus ihre attraktiven Seiten. [Eine Buchempfehlung: Urs Widmer, Ein Leben als Zwerg, Zürich 2006 — ein elaboriertes Werk über die Perspektive, in dessen Schlußsatz der erzählende Betrachter das Verschwinden einer Figur am Horizont aus deren auf ihn selbst gerichtetem Blick beschreibt.] Wäre man gerade einmal, sagen wir, sechseinhalb Spannen hoch, dann ginge einem die Arbeit hier unten leicht, flüssig und angenehm von der Hand und nicht als eine solche exponentiell sich steigernde Quälerei von der Art, wie man sich etwa die Arbeit in einem mittelalterlichen Bergwerk vorstellt. „DOTTO, BRONTOLO, PISOLO & CIE.“ weiterlesen

DER STAND DER DINGE – JULI 2017

Notre tête est ronde pour permettre à la pensée de changer de direction.
Francis Picabia

So ganz will es freilich nicht passen, das Motto, und es liegt die Pointe von Picabias bonmot ja auch in einem möglicherweise fragwürdigen Wechsel der Bezugsebene. Der Satz eines Künstlers – eine denkwürdige Wendung der Metapher.
Nun haben unsere Gedanken ja auch keineswegs die Richtung gewechselt, und es sind unsere Absichten unverändert – die Umstände nehmen Wendungen, die in mancher Hinsicht ein Umdenken nahelegen oder gar erzwingen. „DER STAND DER DINGE – JULI 2017“ weiterlesen